Weinbergsdrohne gegen Rebläuse und Pilzkrankheiten

Um in Weinstöcken die Rebläuse bzw. Pilzkrankheiten zu bekämpfen, sollen spezielle Weinbergsdrohnen – unbemannte Luftfahrzeuge – eingesetzt werden.

Die Pflanzenschutzmittel sollen dabei an den schwer zugänglichen Steillagen mit einem unbemannten Hubschrauber (Drohnen) versprüht werden.

Aufgrund der Steillagen (bis zu 75 Grad Hangneigung) wurde bisher die Pflanzenschutzmittel häufig bei zusammenhängenden und schwer zugänglichen Flächen an der Mosel, Rhein, Saar, Ahr und Nahe überwiegend mit einem bemannten Hubschrauber versprüht.

Bei kleineren Flächen erfolgte eine Schlauchspritzung bzw. auch der Einsatz von Motorrückenspritzen. Die Bewirtschaftung der Steillagen erfordert dabei sehr viel Handarbeit.

Eine Arbeitserleichterung und ein Ersatz der bemannten Hubschrauber soll durch Weinbergsdrohnen erfolgen, die die Pflanzenschutzmittel versprühen. Die Bundesregierung finanziert dieses Drohnen-Projekt mit 800.000 €.

Hier sehen Sie die ersten Testflüge der Weinbergsdrohne im Jahre 2011:

Die Weinbergsdrohne war dabei rund 3 m lang und 1 m hoch. Sie wurde von einer hessischen Modellbaufirma gebaut.

Die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Ulrike Höfken versprach sich anläßlich der ersten Demonstrationsflüge im Jahre 2011 im Vergleich zum bemannten Hubschrauber „eine höhere Effizienz, vor allem eine deutlich reduzierte Abdrift von Pflanzenschutzmitteln, Vorteile beim Treibstoffverbrauch, weniger Lärmbelastung und eine geringere Unfallgefahr“.

Die erste Tests der Weinbergsdrohne waren schon sehr erfolgsversprechend.

Allerdings ist es noch ein weiter Weg bis zur Praxisreife. So müssen die Nutzlast erhöht, luftrechtliche Regelungen geschaffen, die Steuerung der Drohne automatisiert und eine GPS-basierte Steuerung eingeführt werden.

In 2012 wurde der Start für die Entwicklung eines Prototyps gegeben, der mit einem hochpräzisen Steuerungssystem ausgestattet und mit Unterstützung eines Autopiloten selbständig fliegen soll. Das insgesamt 1,2 Mio. teure Projekt soll  rund 3 Jahren dauern.

An diesem Verbundprojekt sind sowohl staatliche als auch private Einrichtungen beteiligt.

Der Bund der Steuerzahler kritisierte dieses Projekt und betrachtet es als fragwürdige Subvention.

 

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