fliegender Drohnen Schwarm – neue Entwicklungen in der Forschung

Das GRASP Laboratorium (University of Pennsylvania) entwickelte Nano Quadrocopter, die ganz erstaunliche Flugeigenschaften aufweisen:

  • kunstflugtauglich – kann Saltos drehen bzw. auf der Handfläche wieder landen
  • kann man auch hochwerfen und er bleibt dann stabil auf einer Stelle in der Luft stehen
  • fliegt zusammen mit zahlreichen anderen Drohnen (im Video insgesamt 20 Nano Quadcopter) auch im Formationsflug als Roboter Schwarm ! – ein absolut beeindruckendes Bild
  • Die Formationen des Schwarms können sich dabei während des Flugs ändern (z.B. eine 8 fliegen) – ohne dass eine Drohne dabei abstürzt.
  • Ebenso kann der  Quadcopter in Formation / Team auch bestimmte Hindernisse (z.B. ein offenes Fenster) einwandfrei durchqueren und sich dahinter neu formieren.

Dieses Video zeigt einmal wieder sehr deutlich wie weit man inzwischen ist.

Die Forscher vom GRASP Lab haben auch ein Video hochgeladen mit einem Formationsflug von leuchtenden Quadrocoptern in der Nacht mit sicherlich sehr schönen Lichteffekten. Leider kann man dieses Video in Deutschland aufgrund der Gema nicht ansehen. Dies dürfte aber sicherlich den einen oder anderen Künstler inspirieren.

In diesem Video bauen mehrere Quadrocopter in Teamarbeit innerhalb kurzer Zeit selbständig das Gerüst für einen Würfel zusammen. So wie der Würfel ausgelegt ist, kann diese Struktur auch noch deutlich größer werden.

Ebenso gibt es vom GRASP Laboratorium auch weitere Videos, u.a.

  • Quadcopter durchfliegen fliegende / hochgeworfene (!) Reifen
  • eine Drohne koppelt im Flug bei einer anderen Drohne an und schaltet sich dann ab (siehe Hinweis unten)
  • Landung auf einer kleinen Fläche (Holzlatte) in ein paar Meter Höhe
  • Durchführung von Mehrfachsaltos
  • Flug durch enge Fenster bzw. Reifen, die auch schräg bzw. horizontal angeordnet werden können
  • andoggen des Quadrocopters an einer schrägen Wand in mehrere Meter Höhe

Sehr interessant ist auch ein Video von Forschern der ETH Zurich. Hier baut ein Drohnen-Team selbständig einen 6 Meter hohen Turm aus Steinen auf. Die ganze Konstruktion sieht jedoch derzeit noch etwas schräg aus – dies läßt sich aber sicherlich leicht beheben.

 

Hinweis:

Der obere Beitrag inkl. der Videos von den GRASP Laboratorien wurde am 18. Mai 2012 veröffentlicht.

Für die Idee, dass sich eine Drohne im Flug an eine andere Drohne ankoppelt, gibt es auch ein Gebrauchsmuster / Patentanmeldung „Ein Drohnenflugkörper mit einem Trägersystem und Einsatzsteuerungssystem für mitgeführte steuerbare Drohnen“ von Hr. Peer Peters (PE-TEC-Gruppe) beim Deutschen Patent- und Markenamt (eingereicht im November 2011, Offenlegung erfolgte am 16.5.2013).

Zusamenfassung des Patents beim Patent- und Markenamt:

„Die Erfindung betrifft eine Drohne (UAV), die in der Lage ist, weitere Drohnen mitzuführen und diese über oder in einem Zielgebiet abzugeben und wieder aufzunehmen. Das System hat ein Einsatzsteuerungssystem zur Steuerung und Führung von zur Mitnahme ausgelegter Drohnen. Die mitgeführten Drohnen können unterschiedlich ausgestaltet sein und daher die unterschiedlichsten Aufgaben ausführen. Das System handelt autark und kann grundsätzlich von einer bemannten Station gesteuert und / oder überwacht werden. Das Gesamtsystem hat Vorrichtungen, die eine Einsatzlaufzeitenverlängerung ermöglicht.“ Quelle: Deutsches Patent- und Markenamt, Patent DE102012022191

Das ganze Patent wurde veröffentlicht und kann vollständig kostenlos im Internet in der Datenbank DEPATISnet (http://depatisnet.dpma.net) vom Deutschen Patent- und Markenamt gelesen werden. Am einfachsten bzw. schnellsten gelangt man zum Dokument in der Datenbank über den Einsteiger Recherchemodus.

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