Drohnen Quadrocopter Test 2015 von ZDF Wiso

In einem ZDF Wiso Beitrag unterzog Daniel Bachfeld (Chefredakteur des Technikmagazins „Make“) im Mai 2015 4 Drohnen / Quadrocopter für den Privatgebrauch in einer Preisklasse von 69 bis 1100 € einen Test.

beteiligte Drohnen im Test

In ihrem Test auf dem früheren Expo Gelände in Hannover wurden die getesteten Quadrocopter mit Kameras am Boden bzw. von einer Kameradrohne in der Luft (sieht aus wie ein DJI Inspire 1) begleitet. Die Tester von ZDF Wiso kommen in ihrem knapp 5 minütigen Beitrag zu folgendem Fazit:

Simulus Quadrocopter

Der Akku reicht für eine Flugdauer von ca. 7 Min. Der 36 gr. leichte Quadrocopter ohne Kamera läßt sich einfach fliegen, ist jedoch mehr für Anfänger sowie für Flüge im Innenbereich (kommt kaum gegen den starken Wind an) geeignet.

Reely Hexacopter

Beim 55 gr. leichten Reely Hexacopter mit 6 Propeller und einer kleinen Kamera reicht der Akku für eine Flugdauer von rund 8 Min. Da die Drohne sehr windanfällig, sollte man sie eher im Innenbereich fliegen.

Parrot Bebop Drone

Der 400 gr. schwere Parrot Bebop Drone Quadrocopter mit hochauflösender Kamera und GPS hat eine Flugdauer von rund 10 bis 12 Min. Sie läßt sich per Smartphone bzw. Tablet sehr gut steuern und auch einfach bei Wind fliegen. Man kann die Drohne auch in der Luft stehen lassen und sich dann um die Bilder kümmern. Die Parrot Bebop Drohne macht gute Bilder. Der Quadrocopter hat gute Flugeigenschaften und liegt sehr gut in der Luft.

DJI Phantom 3 (Testsieger)

Die 1,3 kg schwere DJI Phantom 3 Multicopter ist erst relativ neu auf den Markt. Die Kamera hängt dabei unten am Gehäuse. Der Quadrocopter wird der Joystick und Smartphone gesteuert. Sie fliegt ca. 20 Min. lang und hat eine theoretische Reichweite von bis zu 1,5 km. Lt. dem Testurteil von Herrn Bachfelder bekommt man hier sehr viel geboten für sein Geld. Die DJI Phantom 3 war der Testsieger im Test.

generelles Fazit des Tests vom Wiso Testteam:

Je teurer die Drohne ist, desto besser.

Die kleinen Modelle eignen sich für den Einstieg. Die größeren Modelle lassen sich einfacher fliegen und sind gespickt mit Sensoren.

meine Anmerkungen zu diesem Test

Der Test war für mich an vielen Stellen – sicherlich auch bedingt durch zeitliche Restriktionen – zu knapp und nicht differenziert genug. Ich bin über die generelle Aussage: „Je teurer desto besser“ nicht zufrieden. Es ist klar, dass die günstigeren Quadrocopter vielfach nicht über eine Kamera verfügen und eher für den Innenbereich konzipert sind, während die teuren Quadrocopter über bessere Akkus und Kameras verfügen sowie leistungsfähiger ausgelegt sind.

  • Fraglich ist z.B., ob man in Deutschland eine Reichweite von 1,5 km überhaupt ausreizen kann, da hier nur der Sichtflug offiziell erlaubt ist.
  • Der DJI Phantom 3 kostet inkl. der Kamera ab 1200 /1500 € (abhängig von der gewünschten Kamera), d.h. wir sind hier schon in einer semi-professionellen Kategorie im Vergleich zu den günstigen Fluggeräten.
  • Auf die Qualität der Aufnahmen wurde nicht eingegangen. Die Möglichkeit Videos aufzunehmen wurde nicht angesprochen.
  • Unerwähnt blieb, dass die Parrot Bebop Drone eigentlich eine Kameradrohne ist mit der man auch Videos drehen kann. Mit einem Skycontroller kann man zudem die Reichweite deutlich erhöhen.

Ich finde den Galileo-Drohnen Test von Dezember 2014 wesentlich aussagekräftiger. Hier wurden in einem 10 minütigen Beitrag auch 4 Drohnen getestet. Testsieger war hier die UDI RC Drohne mit Kamera (kostet unter 100 €) gefolgt vom Simulus 4 CH (kostet ca. 150 €).

 

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