CES 2016: Drohnen weiterhin im Trend

Auf der CES 2016 – der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik – sind Drohnen und Quadrocopter weiterhin voll im Trend. Besonderes Interesse wecken dabei Kameradrohnen, die einem autonom folgen (z.B. Airdog) sowie neue Drohnen wie die Parrot „Disco“.

generelle Drohnen-Trends

Neben den autonom fliegenden Kameradrohnen arbeitet man inzwischen auch an Drohnen, die selbständig Hindernisse erkennen und umfliegen (z.B. Snapdragon Flight von Qualcomm).

Große Beachtung fand aber auch die Meldung, dass der Hersteller der Actionkamera GoPro an einer eigenen Drohnen-Plattform für seine Kamera arbeitet, die 360 Grad Videos ermöglicht.

Neue Einsatzgebiete für Drohnen sieht man in der Logistik (z.B. Container aufspüren) bzw. in der Landwirtschaft (Überwachung von Herden und Felder).

Große Beachtung fand auch die Meldung, dass der Chiphersteller Intel die deutsche Firma Ascending Technologies gekauft hat. Ascending Technologies  stellt qualitativ hochwertige innovative Drohnen für professionelle Dienstleister und Konzerne her. Sie machten sich u.a. einen Namen in richtungsweisender Drohnen-Technologie (z.B. Dauerflüge, Erkennung und Ausweichen von Hindernissen, Light Painting [Lichtgemälde], Einsatz von Sensoren, …). Die Sensor-Plattformen werden zur Produktion hochauflösender Bild-, Video-, Thermal-, Multi­spektral- & Geoinformationen aus der Luft verwendet.

In den USA geht man insgesamt davon aus, dass 2016 das Jahr der Drohnen wird ! Auf der CES 2016 stellen alleine 27 Aussteller ihrer neuesten Drohnen vor. Der US-Umsatz stieg in diesem Bereich im Jahr 2015 um über 50 % zum Vorjahr auf 105 Mio. Dollar.

autonom fliegende Drohnen

Aktuell gibt es einen Wettstreit über die erste Kameradrohne, die einer Person automatisch folgt. Diese Drohnen sind z.B. für Sportler gedacht, die sich bei ihrer Sportart (z.B. Mountain-Bike Abfahrt, Skiabfahrt, Snowboard-Abfahrt, …) mit spektakulären Videos filmen wollen.

autonom fliegende Drohne Airdog

Zu den autonom fliegenden Drohnen, die bei der CES 2016 sehr beachtet wurden, zählt der Quadrocopter Airdog.

Diese Kameradrohne wurde per Crowdfunding mit insg. 1,3 Mio. Dollar finanziert und soll nun in Serienproduktion gehen. Die Bauteile werden im Lasersinterverfahren (wie beim 3 D Druck) hergestellt. Die Actiondrohne hat eine sehr flexible Kamerahalterung, die Aufnahme in beinahe jede Richtung erlaubt und nicht auf eine Kamera festgelegt ist. Man kann allerdings auch eine GoPro daran installieren und Videos mit 4K Auflösung drehen.

Der Airdog Quadrocopter orientiert sich während des Flugs am Controller, der an den Oberarm geschnallt wird und folgt diesem in der Luft. Der Controller verfügt über verschiedene Messinstrumente und erlaubt die Höhe bzw. verschiedene Flugmuster (z.B. Flug um die betreffende Person herum, an einem Punkt statisch bleiben) einzustellen. Zusätzlich kann man während der Fahrt auch die Filmposition der Actiondrohne verändern. Airdog verfolgt dabei nicht nur die betreffende Person, sondern versucht auch den weiteren Weg vorauszuahnen und den Sportler teilweise auch von vorne zu filmen. Für den Wald gibt es auch eine Funktion, dass die Kameradrohne exakt den Weg des Controllers folgt, so dass das Risiko des Zusammenstoßes mit einem Baum minimiert wird.

Da es für einzelne Sportarten unterschiedliche günstige Kamerapositionen gibt (z.B. soll bei Ski-Slalomfahrt nicht jede Kurve durch die Kameradrohne mitverfolgt werden), wurden insgesamt 10 Sportprofile zur Auswahl mitgegeben, die das Verhalten der Actiondrohne während des Flugs steuern. In der Zukunft sollen noch weitere Profile hinzukommen.

Der Motorausleger mit den Propellern kann zusammengefaltet werden, so dass die Airdog-Kameradrohne zusammengefaltet in den Rucksack paßt. Die Flugzeit des Quadrocopters liegt bei ca. 15 bis max. 30 Minuten.

Airdog soll im Februar auf den Markt kommen. Es wurden unterschiedliche Preise genannt, die bei rund 1600 Dollar bzw. 1700 Euro liegen.

Parrot Drohne „Disco“

Parrot stellt auf der CES 2016 die neue Kameradrohne „Disco“ vor. Dabei handelt es sich um einen Nurflügler, der vorne über eine Kamera verfügt, hinten von einem Propeller in der Luft gehalten wird und bis zu 45 Minuten in der Luft bleiben kann.

Die 700 gr leichte Parrot-Kameradrohne hebt automatisch ab (man muß ihn nur in die Luft werfen), läßt sich ohne Lernprozess sofort einfach fliegen und verfügt über eine 14 Megapixel Kamera. Disco kann über eine Fernbedienung bzw. über vorher festgelegte Wegpunkte per Autopilot gesteuert werden und verfügt über verschiedene Sensoren (Gyroskop, Beschleunigungsmesser, Magnetometer, Barometer, Pitot, GPS). Der Nurflügler fliegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h und kehrt automatisch zurück. Mit einem Skycontroller kann man den Live-Videostream direkt am Bildschirm verfolgen.

Die Parrot Disco Kameradrohne soll im Laufe des Jahres in den Handel kommen. Der Preis wird allerdings derzeit noch nicht bekanntgegeben.

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