Bundeswehr plant Beschaffung der Drohne Camcopter S-100 für Marine

Die Bundeswehr plant die Beschaffung der österreichischen Drohne Camcopter S-100 für die Marine. Lt. Der Spiegel soll bis Ende August ein Vertrag über den Kauf des unbemannten Hubschraubers im Wert von rund 30 Mio. Euro unterschriftsreif sein.

Die bis zu 200 kg schwere Drohne soll auf Korvetten der Bundesmarine stationiert und für Aufklärungszwecke eingesetzt werden. Der Camcopter S-100 wird vom österreichischen Elektronikunternehmen Schiebel Elektronische Geräte hergestellt.

technische Informationen (siehe hier):

  • max. Fluggeschwindigkeit: 240 km/h, typische Fluggeschwindigkeit: 102-120 km/h
  • Reichweite: 6 Std. bei Zuladung von 25 kg
  • Flughöhe: 5486 m, Einsatzradius: rund 200 km
  • Leergewicht: 97 kg, max. Nutzlast (Kameras, Wärmebildkamera etc.): 50 kg
  • Stückpreis: ca. 4,2 Mio. Euro (abhängig von der Konfiguration)
  • Größe (Höhe x Länge x Breite mit Ladevorrichtung): 1,04 x 3,11 x 1,24 m

Der Camcopter S-100 wird für eine bestimmte Strecke vorab programmiert, die er dann ziemlich autonom abfliegt. Dabei kann er auch bei starkem Wind autonom landen und starten. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit die Drohne per Joystick zu steuern.

Der Camcopter kann zur Aufklärung, aber auch als Trägersystem für kleine Luft-Boden-Raketen bzw. als Relaisstation zur Unterstützung der Kommunikation eingesetzt werden.

Bisher wurden über 100 Systeme verkauft, u.a. an die Vereinigten Arabischen Emirate, Libyen, Jordanien sowie an die chinesische Volksarmee.

Wie im Video zu sehen ist, gab es schon eine Erprobungsphase auf deutschen Schiffen (u.a. in 2008).  Für den Einsatz auf Korvetten sind verschiedene Veränderungen notwendig, u.a. ein Landesystem mit Deckarretierung sowie die Umrüstung des Wankelmotors auf den Kerosin-Einsatz.

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